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Homöopathie für Angstpatienten

Angstpatienten quälen sich teilweise über Wochen und Monate vor dem Zahnarztbesuch mit schlaflosen Nächten, Schweißausbrüchen bei dem Gedanken an den Besuch und regelrechten Angstzuständen, sodass sich die Gedanken nur noch um das bevorstehende Ereignis drehen. Wenn der erste Schritt der Terminvereinbarung dann überwunden ist, scheitert der gute Vorsatz nicht selten vor der Praxistür. Homöopathische Mittel können den Weg in die Praxis erleichtern oder auch in der eigentlichen Situation auf dem Behandlungsstuhl Abhilfe schaffen. Angst ist ein vielfältiger Begleiter, den man nicht verallgemeinern kann.

Hier sind deshalb typbezogene Homöopathika aufgeführt:

1. Arsenicum album: Angst vor dem, was erwartet wird-Patient wünscht eine Therapie gegen die Angst-Angst vor Schmerzen-Furcht vor Unbekanntem-Furcht zu ersticken.

2. Calcarea carbonica: generell ängstlicher Mensch-Angst vor Leiden und Quälerei-ausgeprägtes Fluchtbedürfnis-Schließen der Augen verbessert die Situation-wünscht detaillierte Angaben über Abläufe und Behandlungsschritte, sehr kontrollbedacht.

3. Lycopodium: Furcht vor Schmerzen-sehr vorsichtiger Mensch-Furcht vor Berührung-Angst vor neuen Situationen-Angst verursacht Magenschmerzen-sehr misstrauisch-wissbegieriger Mensch, der großen Wert aufs Äußere legt.

4. Medorrhinum: Furcht vor Berührung-Furcht vor Unbekanntem-neigt zu Hektik und Panikattacken-weint aus Angst.

5. Natrium muriaticum: wenig Vertrauen-Angst betrogen zu werden-sehr introvertierte Persönlichkeit-wünscht keinen Trost-Beschwerden durch frühere traumatische Erlebnisse und Enttäuschungen.

6. Phosphorus: sehr ängstlich-Angst es könnte etwas Schlimmes passieren-Angst vor plötzlichen Geräuschen-Furcht vor Berührung-klammert sich an etwas fest-eigentlich sehr fröhliche Persönlichkeit.

7. Pulsatilla pratensis: Furcht vor der Meinung anderer Personen-großes Schamgefühl-Furcht vor Vernachlässigung-Fluchttrieb-sehr vorsichtiger Mensch-weint auch beim Beantworten von Fragen-entscheidungsunfreudig.

Alle Homöopathika können 3-5 Tage vor dem Zahnarzttermin in Niedrigpotenzen (D6-12) eingenommen werden (3-5-Globuli). Um den Akutfall Angst beim eigentlichen Zahnarzttermin zu beherrschen, bieten sich Hochpotenzen an (D200-1000), davon 1 Globuli, das direkt in der Situation verabreicht werden kann.

Artikel von: Dr. Sandra Müller, Angstzahnärztin aus München
Quelle: http://www.zahnarzt-empfehlung.de/artikel/id/7368